Melike Karas Ausstellung Whispers , die noch bis 23.8. im Kunsthaus Hamburg zu sehen ist, lädt die Besucher*innen in einen fragilen Garten ein. Die Künstlerin hat einen sinnlichen Ort entworfen, an dem Identität als etwas erfahrbar wird, das sich stetig verändert. An dieses Motiv knüpft das zeitgenössische Kurzfilmprogramm WHEN BOUGAINVILLES WILL HAVE TAKEN OVER an.
Wie sehen, fühlen und erinnern wir im Garten? Welche Geschichten, Symbole und Bedeutungen tragen Pflanzen in sich? Und was geschieht, wenn die Natur sich den urbanen Raum zurückerobert? Diesen Fragen nähern sich vier experimentelle Kurzfilme auf unvorhergesehene Weise.
In Nour Ouaydas The Secret Garden (2023) wird eine Stadt plötzlich von geheimnisvollen Bäumen, Pflanzen und Blumen überwuchert, wodurch die Natur als unvorhersehbare und widerständige Kraft erscheint. Jodie Macks Lover, Lovers, Loving, Love (2025) begleitet den Tanz von Blüten und Mustern mit experimentellen filmischen Effekten und feiert die Schönheit der Vergänglichkeit. Catriona Gallagher setzt sich in Daphne was a torso ending in leaves (2023) mithilfe von Lorbeerblättern mit dem antiken Mythos der Daphne und seinen Nachwirkungen auseinander. Den Abschluss bildet Billy Roisz' The Garden of Electric Delights (2025), ein surreales Gewebe aus Farben und den Klängen elektronischer Störsignale.
Das Programm ist kuratiert von Maike Mia Höhne (Künstlerische Leiterin des Kurzfilm Festival Hamburg) und wird unter freiem Himmel im Hinterhof der ehemaligen Viktoria-Kaserne in Hamburg-Altona präsentiert.