Thalia in der Gaußstraße

Thalia in der Gaußstraße
© Fabian Hammerl

Thalia in der Gaußstraße

http://www.thalia-theater.de

Gaußstraße 190, 22765 Hamburg, Deutschland

Beschreibung

Thalia in der Gaußstraße

Veranstaltungen

  • Die Vegetarierin
    Die Vegetarierin
    Sa. 12.09. 18:00
    Bühne Kunst & Theater
    Theater
    Eines Tages beschließt die junge Frau Yong-Hye, kein Fleisch mehr zu essen. Diese scheinbar kleine Entscheidung erschüttert nicht nur die Grundfesten ihrer Ehe, sondern die der ganzen Familie. Aus ihrem Verzicht erwächst ein radikaler Akt gegen Kontrolle, Gewalt und gesellschaftliche Erwartungen. Der Roman der Nobelpreisträgerin Han Kang ist ein Appell für  Gewaltverzicht, eine Liebeserklärung an die Selbstbestimmung und eine Erforschung der Zerbrechlichkeit menschlicher Identität. Regisseurin Lilja Rupprecht widmet sich dieser poetisch verstörenden Studie über leisen Widerstand, dessen Grenzen und der unerwarteten Weite des Ichs.
  • KAPUTT, LIEBEN
    KAPUTT, LIEBEN
    So. 13.09. 17:00 - 18:05 Uhr
    Bühne Kunst & Theater
    Theater
    Wer sorgt für dich, wenn du krank bist? Wer ist an deiner Seite, wenn du Gewalt erlebst? Wer taucht unerwartet auf und bleibt für mehr als einen Kaffee? An wem hältst du dich fest, obwohl du weißt, du solltest gehen? Welche Beziehungen entstehen, nicht, weil du sie willst, sondern weil du sie brauchst? Wer kickt dir in den Arsch, wer lässt dich einfach sein? Sind Wahlfamilien wirklich so gewählt? Und wer bleibt, wenn es hart auf hart kommt? Über Gespräche mit Freundinnen entwickeln Cy Linke und Team die Performance KAPUTT, LIEBEN über das Miteinander in Momenten von Joy, Killjoy und Krisen. Ein radikal ehrlicher, poetischer Abend."Willkommen zum möglichen unmöglichen Family Fest" Mit großem Dank an die Gesprächspartnerinnen:Laurin Assfalg, David Attenberger, Milena Bühring, Dori Förster, Marietheres Mio Jesse, Sujood Kabha, Joni Kinet, Dennis Dita Kopp, Christine Korfant, Hannah Lesser, Lorenz Nolting, Didine van der Platenvlotbrug, Hilde Rosenboom, Charlotte Tienes, Tjijandjeua ´Gift` Uzera, Yevheniia Vidishcheva, Petra Vormbrocke
  • Porneia
    Porneia
    Fr. 18.09. 18:00 - 19:40 Uhr
    Bühne Kunst & Theater
    Theater
    Melli forscht über Femizide in Literatur und Mythologie. Tricia kämpft gegen misogynen Online-Hass und hat ihn am eigenen Leib erfahren. Als sie sich fragen, wo Veränderung beginnen kann, rufen sie im Scherz „die Göttinnen“ an – und finden sich, kaum ausgesprochen, ausgerechnet vor den Göttinnen im Olymp wieder.Demeter, Aphrodite, Athene: gefangen in patriarchalen Strukturen, die auch den Olymp beherrschen und für Frauen nur wenige Rollen vorsehen – Muse, Hetäre, Pornie. Wie dem Patriarchat entkommen? Die eine glaubt an Zärtlichkeit, die andere an Lust als Heilmittel, die dritte an Rache. In ihrer Diskussion mit den beiden Sterblichen offenbart sich ein Jahrhundertthema: Wie leben Frauen mit der Geschichte, die sie nicht selbst geschrieben haben? Golda Bartons Porneia öffnet einen Raum, in dem Mythos und Gegenwart lustvoll und streitbar aufeinandertreffen und zum Nachdenken einladen – über Gerechtigkeit, verschiedene Perspektiven des Feminismus und die Möglichkeit einer anderen Geschichte: Herstory statt History.
  • Zünzle
    Zünzle
    So. 20.09. 17:00 - 18:20 Uhr
    Bühne Kunst & Theater
    Theater
    Die Spitzengardinen sind beiseitegezogen, das gute Geschirr im Karton verstaut. Eine junge Frau und ihre Großmutter sitzen zwischen den Dingen, die von einem Leben übrig geblieben sind. Gemeinsam versuchen sie, das Unbegreifliche zu fassen und sich noch einmal zu erinnern: an gemeinsame Ausflüge, an den Wald vor der Tür, an alte Mythen und Omas magische Gute-Nacht-Geschichten. Sie geben sich ihren Fantasien hin, spielen mit Erinnerungen und nehmen einander an die Hand, um alte wie neue Brandherde zu entfachen. Lebenslustig stellen sie sich dem Schmerz und der Trauer. Doch wie kann man sich an den Körper eines Menschen erinnern? Wie an eine Stimme? Und warum tut Abschiednehmen eigentlich so verdammt weh?Kaija Knauers Dramentext »Zünzle« erzählt von den Verbindungen, die uns in der Welt halten, von der Frage, was angesichts des Verlusts von einem selbst noch bleibt – und von einer ganz besonderen Beziehung. Ihr Text wurde für den Preis für junge Dramatik am Staatstheater Braunschweig nominiert und durch die Wiener Wortstätten gefördert. Regisseur Ilario Raschèr schloss 2024 sein Regiestudium an der HFMT Hamburg ab und bringt ihren Text erstmals auf die Bühne.
  • Verwandlung
    Verwandlung
    Mi. 23.09. 18:00 - 19:40 Uhr
    Bühne Kunst & Theater
    Theater
    Kafkas Die Verwandlung ist die wohl berühmteste Erzählung über Entfremdung, Anpassung und den Wunsch, gesehen zu werden. Sie birgt die Frage in sich: Was passiert mit denen, die nicht mehr ins System passen? Burhan Qurbani, bekannt für seine filmischen Überschreibungen von u. a. Berlin Alexanderplatz und Kein Tier. So Wild, überträgt Kafkas Erzählung in eine Gegenwart, in der Zugehörigkeit neu verhandelt werden muss. Vier Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven begegnen sich auf geheimnisvolle Weise – als hätte das Schicksal sie zusammengeführt. Ihre Erfahrungen spiegeln sich: die Angst vor Ausgrenzung, das Ringen um Identität in einer sogenannten pluralistischen Gesellschaft, die Frage nach Anpassung und Selbstbehauptung. Doch was, wenn nicht Gregor Samsa, sondern die Welt sich verwandelt hat? Qurbanis Stück entfaltet aus Kafkas Motiv der Verwandlung ein vielstimmiges Echo auf unsere Gegenwart – auf die Menschen, die um Sichtbarkeit kämpfen, die sich behaupten müssen in einer Welt, die sie immer schon zum Scheitern verurteilt hat.
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